Natascha Küderli, geboren 1970 in Zürich, ist eine deutsch-schweizerische Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in München.
Nach einer Ausbildung zur Keramikerin studierte sie Architektur an der Fachhochschule Erfurt (1992–96) und am Berlage Institute in Amsterdam (1997–99). Anschließend arbeitete sie während der Olympischen Spiele 2000 in Sydney in der Kreativabteilung von "More than Gold" und später von 2006 bis 2010 beim Münchner Architekturbüro SEP (Stadt Entwicklung Planung).
Seit 2010 widmet sie sich ganz ihrer künstlerischen Tätigkeit, wobei ihr Schwerpunkt auf Fotografie und Film liegt. Während in ihrem Keramikstudium noch das einzelne, perfekte Stück im Fokus stand, geht es nach ihrem Architekturstudium nun um die Abbildung des Ganzen: Subjektive Momentaufnahmen verschränken sich kaleidoskopartig zu einem orchestrierten Gesamtkunstwerk. Durch diesen einzigartigen, künstlerischen Blickwinkel auf Orte in der Natur sowie den öffentlichen Raum, gelingt es ihr, seine unsichtbare Essenz einzufangen und erlebbar zu machen.
2017 publizierte sie ihren Kunstfilm „Berlin – Layers of Movement“. Seit 2018 arbeitet Küderli an einem interdisziplinären Kunstprojekt mit dem Titel „Seele einer Stadt“, in dessen Mittelpunkt die Stadt München steht.