Rasha Ragab, Christoph Nicolaus | zu Gustav Meyrink

Kalender
Mitgliederausstellungen
Datum
16.07.2026 - 09.08.2026

Beschreibung

Museum Starnberger See | Possenhofener Straße 5 | 82319 Starnberg

 

Eröffnung Do 16.07.2026 | 19:00 Uhr

Öffnungszeiten Mi - Fr 14:00 bis 18:00 Uhr | Sa - So u. Feiertags 11:00 bis 18:00 Uhr

 

Die alte kleine Kammer des Museums aus dem frühen 16 Jh. ist und bleibt ein
Geheimnis, wie auch der große, unsterbliche Schriftsteller Gustav Meyrink
weit über seinen Tod hinaus viele Rätsel aufgibt. Der mit "überreicher"
Fantasie begabte Verfasser des "Golem" lebte und wirkte von 1911 bis zu
seinem Tod 1932 in Starnberg und war mit seinem umfassenden Werk einer
der schillernsten Figuren der deutschsprachigen Literatur des frühen 20.
Jahrhunderts. Meyrinks Arbeiten wurden vom NS-Regime verbrannt und
verboten.
In seinem anekdotenreichen Leben wie in seinen Romanen beschäftigte er
sich intensiv mit allen ihm zugänglichen mystischen Strömungen der
Geistes- und Kulturgeschichte, war Mitglied vieler „Geheimlogen" und stand
in regem Austausch mit Mystikern aus aller Welt. Sein Werk ist geprägt von
einer Mischung aus skeptischem Zeitblick, übersinnlichen Phänomenen und
dem metaphysischen Sinn der Existenz. Er schrieb bissige, oft groteske
Satiren u.a. im Münchner „Simplicissimus“ sowie in vielen Kurzgeschichten,
die auch Gebiete wie Alchemie und Parapsychologie berühren und bisweilen
gespenstisch, düster, aber auch sehr humorvoll und visionär sind.
Spießbürgertum und fanatischer Nationalismus waren ihm ein Gräuel. “Das
wahre Vaterland ist die Gemeinschaft anständiger Menschen.” (G.M.)
Der leidenschaftliche Ruderer, Schachspieler und intensiv Yoga
Praktizierende war sich immer eingedenk: „Summa scientia: nihil scire“ (Die
Summe alles Wissens ist: nichts zu wissen).